Das Kloster Lluc liegt
reizvoll in einem Talkessel eingebettet im Tramuntana Gebirge.
Das in 500 Metern Höhe gelegene Kloster ist der bedeutenste
Wallfahrtsort Mallorcas. Die größte Wallfahrt findet
am August-Sonntag statt, wenn bis zu 45000 Menschen von Palma
nach Lluc pilgern.
In der Sage aus dem 13.Jh, die auf die Entstehung
des Klosters zurück geht, heißt es: Ein junger Hirte,
der in den Bergen Schafe hütete fand zwischen den Felsen
eine schwarze Madonnenstatue. Er brachte diese Statue in die
Kirche von Sant Pere D'Escorca, wo sie ausgestellt wurde. Doch
am nächsten Tag war die Madonna aus der Kirche verschwunden.
Man fand sie an der gleichen Stelle wieder, an der die Statue
am Tage davor in den Bergen gefunden worden war. Dieses Verschwinden
wiederholte sich noch zweimal, da verstanden die Menschen
den Wink.
Man errichtete nun eine kleine Kapelle, genau an
der Stelle in den Bergen, wo die Madonnenfigur gefunden wurde.
Die Kapelle entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Kloster.
Heute dient das Kloster als Musik und Gesangsschule für
Jungen. Die Madonnenstatue aus oxydiertem Silber ist in der
Kapelle der Kirche ausgestellt.
Im Klostermuseum sind archäologische
Funde, sowie Bilder, Keramiken, Waffen und Möbel zu sehen.
In dem kleinen Klosterhotel kann man in einfachen Zimmern
übernachten.
Telefon 971517025
Das Museum ist täglich von 10.00 - 19.00 Uhr geöffnet,
von Okt.-März nur bis 17.30 Uhr.
Vom kleinen Ort Randa am Fuße
des Berges sind es 5 km auf einer kurvenreichen Straße,
bis zum Gipfelplateau des Puig de Randa. Man kann den Berg auch
auf einem kleinen Pilgerpfad zu Fuß erkunden. Nach ca.
3 km erreicht man durch einen Torbogen rechter Hand die erste
von drei Einsiedeleien, das Santuari de Nostra Senyora de Gracia.
Das Kloster klebt wie ein
Schwalbennest unter einer überhängenden Felswand
und bietet einen herrlichen Blick ins Tal. In der kleinen
Kirche aus dem 18. Jh. befindet sich die Madonnenfigur der
Nostra Senyora de Gracia aus dem 15. Jh., worauf auch der
Name der Einsiedelei zurückzuführen ist.
Das nächste Kloster erreicht man nach
ca. 1 km , das Santuari Sant Honorat, dessen Anfänge auf
das Jahr 1395 zurückgehen. Die Straße führt
weiter bergauf, bis man das Gipfelplateau erreicht. Hier befindet
sich eine Sendestation und die wohl bedeutenste und älteste
Pilgerstätte Mallorcas, das Santuari de Nostra Senyora
de Cura. Hier wurde schon 1275 eine Franziskaner-Eremitei gegründet.
Das Kloster ist tief mit dem Leben von Ramon Llull(1235-1316)
verbunden.
Der Lebemann verbrachte 10 Jahre
seines Lebens auf diesem Berg. Hier erlernte er die arabische
Sprache und verfasste bedeutende Schriften. Er entsagte dem
Stadtleben und führte hier ein bescheidenes Leben. Er war
es auch, der im Kloster eine Latainschule gründete. Die
Säkularisierung bedeutete auch den Verfall dieses Klosters.
Erst 1913 leitete Bischof Pedro Campins den Wiederaufbau ein.
Ermita de Betlem
Für
diese Tour braucht man etwas Zeit, denn die Wanderstrecke
beträgt hin und zurück etwa 18 Kilometer. Man verlässt
den Placa d'Espanya in Artá, Richtung Westen. In der
Calle Rafael Blanes biegt man bei Bankgebäude Caja de
Pensiones rechts ab. Am Ortsende kommt man am Schild Ermita
de Betlem 8,9 Kilometer vorbei. Der Weg führt vorbei
an den hohen Mauern der alten Festung von Arta. Weiter geht
es vorbei am burgartigen Bau von Can Morey zum Hohlweg zwischen
dem Puig dels Coloms und dem Coll de Sa Font Crutia. Der Weg
führt in vielen Kurven bergauf durch eine unberührte
Naturlandschaft.
Nach etwa 2 Stunden
erreicht man die entlegenste Einsiedelei der Insel. Die Wallfahrtskapelle
wurde im 18. Jh. als Einsiedelei gegründet. Heute wohnen
nur noch wenige Mönche hier.
Hinter der Kapelle führt ein kleiner Pfad zu einem lohnenden
Aussichtspunkt. Bei gutem Wetter hat man einen großartigen
Blick auf die Bucht von Alcúdia. Vom Parkplatz vor der
Einsiedelei führt ein Fußweg(15 min) zu einer Quelle
mit Bänken und einer Grotte mit einem Bild der 'Heiligen
Jungfrau'. Nun geht es wieder zurück nach Artá.
Ermita de Nostra Senyora de Puig
Ein Ausflug den man auf jeden Fall machen
sollte geht auf den 330 Meter hohen Berg Puig de Maria. Der
Legende nach wurde hier im Jahre 1348 eine Marienstatue gefunden.
Bei dem Versuch sie ins Tal zu bringen, soll sie so schwer geworden
sein, dass nicht mal acht Männer sie bewegen konnten.
Daraufhin wurde das Kloster 'Ermita de Nostra Senyora de Puig'
errichtet. Als sich die Piratenüberfälle häuften,
wurde der Klosterbetrieb eingestellt. Heute leben wieder einige
Nonnen hier. In einfachen Quartieren kann man hier auch übernachten.(Tel.971184132)
Auch findet man auf dem Berg einen kleinen Kiosk. Vom Fuß
des Berges dauert die Wanderung etwa 1 Stunde. Wer möchte,
kann auch mit dem Auto etwa 3/4 des Weges zurücklegen und
dann die letzten 15 Minuten zu Fuß gehen. Aber Achtung
die Zufahrt ist steil und eng.
Die Zufahrt erfolgt über die Umgehungsstraße nach
Palma/Inca. Von der Straße weist ein Schild zum Puig
Maria. Was für eine herrliche Aussicht man auf Pollenca
und Umgebung hat, können Sie sich auf dem Video anschauen(leider
noch in arbeit :-).
Santuari de Monti-Sion
Das Santuari de Monti-Sion liegt
etwas südlich von Porreres auf einem 248 m hohen Berg.
Vor dem Kloster befindet sich ein Parkplatz, von dort geht es
über einen Treppenaufgang in den Innenhof des Klosters.
Seit 1551 wurde hier eine Religionsschule für angehende
Priester eröffnet, die bald einen guten Ruf besaß.
Anfang des 19. Jh. wurde die Schule aufgegeben und das Kloster
verfiel. Erst Ende des 19. Jh. wurde sie wieder aufgebaut und
kann von Touristen besucht werden. Gleich links neben dem Eingang
befindet sich ein schöner alter Ziehbrunnen.
Santuari de Sant Salvador
Die auf dem 509
m hohen Puig de Sant Salvador liegende Pilgerstätte, gehört
zu den bedeutensten Heiligtümern Mallorcas. Das Kloster
wurde im Jahr 1348 gegründet. Der Bau der heutigen Kirche
stammt aus dem 18.Jh. Von außen erinnert das Gebäude
eher an eine klobige Festung. Im Inneren findet man eine reichlich
ausgestattete Kapelle. Im Gebäudekomplex befindet sich
ein einfaches, aber günstiges Restaurant und ein einfacher
Gasthof.
Bevor man in die Kirche kommt,
befindet sich links ein kleiner Raum. Hier findet man Hunderte
von Fotos, sogar Prothesen und Gehhilfen. Hier möchten Menschen
Gott danken, dass er sie von Krankheiten oder sonstigem Übel
befreit hat. Auf der linken Seite vom Parkplatz thront eine 37
Meter hohe Säule, die von einer 7 Meter hohen Christusstatue
gekrönt wird. Auch von hier kann man einen schönen Weitblick
über die Insel genießen.