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Land und Leute auf Mallorca

Land und Leute

Mallorca gehört zur Inselgruppe der Balearen und ist der spanischen Ostküste vorgelagert. Sie liegt im westlichen Mittelmeer, 261 Kilometer von Valencia, 248 von Barcelona und 315 Kilometer von Algier entfernt. Man kann sie von Deutschland aus bequem in knapp 2,5 Flugstunden erreichen. Neben Mallorca gehören Menorca, Ibiza und Formentera zu den Hauptinseln der Balearen. Mit rund 3640 km2 und 813.729 Einwohnern ist Mallorca die größte Insel. Alleine in der Hauptstadt Palma de Mallorca leben ca 400 000 Menschen. Weitere wichtige Städte auf Mallorca sind: Calvia(51 000 Einwohner),Manacor(40 000 Einwohner), Llucmajor(36 000 Einwohner), Inca(29 000 Einwohner),Alcudia(19 000 Einwohner) oder auch Felanitx (18 200 Einwohner)

Mallorca wird in sechs Landschaftszonen untergliedert:
Serra de Tramuntana(Gebirgszug entlang der Nordwestküste), Raiguer(Die Übergangszone zwischen Gebirge und Ebene), Plà de Mallorca(der zentrale Teil der Insel), Llevant (die östliche und nordöstliche Landschaftsregion Mallorcas), Migjorn (die südliche Fortsetzung der Ebene Plà de Mallorca), Palma (Ciutat de Mallorca)
Zwei Gebirgszüge beherrschen die Küstenregionen der Insel. Entlang der Nordküste verläuft die Serra de Tramuntana und im Südosten, die Serra de Llevant. In der Serra de Tramuntana findet man 10 Gipfel die über 1000 Metern liegen. Dazu gehört auch der höchste Berg Mallorcas, der Puig Major mit 1445 Metern. Das Gebirge an der Südostküste ist etwas gemäßigter und die Berge sind selten höher als 500 Meter. An diesen schroffen Küstenabschnitten fehlen natürlich die langen Sandstrände, dafür haben sich unzählige, traumhafte Buchten(Calas) gebildet. In den letzten Jahren hat es viele junge Leute in die küstennahen Orte gezogen. Denn der Hauptwirtschaftszweig ist immer noch der Tourismus und der spielt sich zum großen Teil an der Küste ab, obwohl auch viele Urlauber immer öfter ihren Urlaub auf Fincas im Inselinneren verbringen.
An Bodenschätzen hat Mallorca nicht viel zu bieten, wenn man vom Marmor absieht. Vom Tourismus profitieren natürlich auch andere Wirtschaftszweige und Dienstleistungsunternehmen. Da sind z.B. Palma und Manacor, die sich in der Möbelindustrie durchgesetzt haben. Zu weltweitem Ruhm haben es auch die auf Mallorca hergestellten künstlichen Perlen geschafft. Auch das Kunsthandgewerbe hat Zuspruch bei den Touristen gefunden. Überall auf der Insel findet man Geschäfte, die keramische Erzeugnisse verkaufen.

Auch Fischfang wird noch betrieben, der aber nur noch außerhalb der Saison den Bedarf der Insel decken kann. Im Sommer ist Mallorca zusätzlich noch auf die Versorgung vom Festland angewiesen. Am Südzipfel der Insel wird in der Nähe von Colonia de Sant Jordi noch Salz produziert. Das Meerwasser wird in großen Auffangbecken geleitet, wo das Wasser dann verdunstet und eine Salzkruste hinterlässt. Dieses wird dann getrocknet, später feingemahlen und dann als Speisesalz verkauft. Die Landwirtschaft orientiert sich meist am Bedarf der Gastronomiebetriebe und der Hotels. Dort wo es wenig Wasser gibt und die Böden karg sind, findet man vorwiegend Oliven und Johannisbrotbäume. Natürlich werden noch, vor allem in den Tälern um Sóller, Apfelsinen und Zitronen auf Plantagen angebaut. Die Mandelbäume, die im Winter/Januar/Ferbruar) während der Mandelblüte, viele Urlauber anlocken, werden einmal geerntet. Dieses ergibt dann rund 7000t Mandeln bester Qualität. Rund um die Orte Felanitx, Santa Margarita und Binisalem ist der mallorquinische Wein zu Hause. Er wird nicht exportiert, sondern nur auf der Insel verkauft. Die Viehzucht Mallorcas beschränkt sich auf Schaf-, Ziegen-, Hühner- und Schweinezucht. Bei Überlandfahrten entdeckt man selten mal eine Kuh, dafür fällt die Aufmerksamkeit aber immer wieder auf die dicken, schwarzen Mallorcaschweine . Auffallend sind auch die Feigenkakteen, die oft bei alten Gehöften wachsen.

Zwischen den beiden großen Gebirgszügen liegt die fruchtbare Ebene Llanura del Centro. Dort liegen die Ballungs- und Industriegebiete. Die große Ebene ist auch die Kornkammer Mallorcas, hier wird Ackerbau und Viehzucht betrieben. Es ist auch das Land der Windmühlen , Mallorcas Wahrzeichen. Man sieht sie überall, teils verfallen oder liebevoll restauriert. Dort wo das flache Land im Meer versinkt liegen auch die langen Sandstrände, wie in der Bucht von Alcúdia, oder in der Bucht von Palma. Der Massentourismus hat der Insel leider nicht nur Gutes gebracht. Das so kostbare Wasser wird jeden Sommer knapp. Die Hotelanlagen verschlingen Unmengen von Wasser. Da reichen auch die zwei Stauseen in den Bergen nicht aus. So wurde schon in vergangenen Jahren im Sommer Frischwasser in großen Tankschiffen vom Festland gebracht. Auch die Natur wurde aufgrund der planlosen Bebauung verschandelt und weite Küstenabschnitte sind mit klobigen Hotelbauten zubetoniert. Das Mallorca so beliebt bei Ausländern ist hat zur Folge, dass die Grundstückspreise in die Höhe schnellen und ein normalverdienender Mallorquiner Probleme hat sich ein eigenes Haus zu leisten.

Immer mehr Straßen werden gebaut um die Urlauber noch schneller in ihre Hotels zu bringen. Vor allem die geplante Autobahn stößt bei jungen Mallorquinern auf heftigen Widerstand. Aber auch Umweltschutzorganisationen, wie die GOB gewinnen an Bedeutung und üben Druck auf die Politiker aus. So werden immer öfter Gebiete unter Naturschutz gestellt und vor allem die Bauvorschriften wurden verschärft. Andererseits hat der Tourismus Mallorca zur reichsten Region Spaniens gemacht.

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