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Auf Mallorca gibt es keine Flüsse

torrent in Pollenca Mallorca ist zwar eine recht große Insel mit einem mächtigen Gebirgszug, aber es gibt auf Mallorca keine natürlichen Flüsse. Auf Mallorca sieht man öfters ausgetrocknete Flußbetten, die sogenannten Torrents. Diese verwandeln sich nach Regenfällen in reißende Sturzbäche und dienen dem Hochwasserschutz. Sie werden wenn möglich immer in Stand gehalten und gepflegt, damit sie nicht durch Müll verstopfen oder zuwuchern, damit das Wasser ungehindert ins Meer abgeleitet werden kann. Das kann sonst für Ortschaften die an diesen Torrents liegen gefährlich werden. Sind die Torrents verstopft, staut sich bei starken Regenfällen das Wasser.
Erstens kann es so zu Überschwemmungen kommen und was noch viel schlimmer ist. Gibt die Barriere aus Müll nach, strömt das Wasser(oder eine Schlammlawine) in einer Flutwelle den Torrent hinunter und kann schwere Verwüstungen und Überschwemmungen auslösen.

In denTrockenzeiten bleiben in den Torrents Brackwasserseen zurück, die vielen Insektenarten Lebensraum bieten. Die beiden Stausehen in den Bergen, der Cuber und der Gorg Blau sind künstlich angelegt und dienen in erster Line der Wasserversorgung von Palma de Mallorca.

Torrent werden auch gerne mal unter den Bebauungsgebiete von Ortschaften unterirdisch verlegt. So kam es am 6. September 1989 nach sinflutartigen Regenfällen auf Mallorca zu einer Naturkatastrophe, die drei Menschen das Leben kostete. Die Sachschäden gingen in die Millionenhöhe. Am schlimmsten traf es damals die Gemeinde Portocolom an der Südostküste Mallorcas. Das Hotel El Corso, welche genau über einem Torrent errichtet war, wurde von einer plötzliche Flutwelle des Torrentes erfasst. Decken stürzten ein und 3 Menschen kamen ums Leben.

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