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Stierkampf auf Mallorca

In Spanien hat die Region Katalonien den Stierkampf verboten. Im Parlament entschieden die Abgeordneten sich knapp für das Verbot und damit tritt das erste Stierkampf-Verbot auf dem spanischen Festland in Kraft. Die spanische Region Katalonien verbietet den Stierkampf. Nach einer emotional geführten Debatte am Mittwoch entschieden sich die Abgeordneten des Parlaments in Barcelona am Mittwoch mit 68 zu 55 Stimmen gegen den Stierkampf, neun Parlamentarier enthielten sich. Es ist das erste Verbot seiner Art auf dem spanischen Festland.
Damit verschwinden Stierkämpfe ab 2012 aus der wohlhabenden Region im Nordosten, in der zehn Prozent der insgesamt 46 Millionen Spanier leben. Die letzte noch verbliebene Stierkampfarena in Barcelona wird geschlossen. Dort fanden 15 Kämpfe pro Jahr statt, die Arena war selten ausverkauft.

Geschichte


Ausgrabungsfunde beweisen, den Stierkampf gab es schon in der Antike. In Knossos auf Kreta entdeckte man Wandmalerein und Vasen, die den Kampf mit dem Stier darstellten und diese stammen aus der Zeit von etwa 2000 v. Chr. Mit der heutigen Art des Kampfes hatten die Abbildungen nichts mehr gemein. Auch im frühen Rom war Stierkampf populär. Als die Mauren 711 aus die Iberische Halbinsel kamen verfeinerten sie den Kampf mit dem Stier. Dabei kämpften Reiter hoch zu Roß mit Lanzen gegen den Stier. Im 17. und Anfang des !8. Jh. war es noch Adligen vorbehalten mit Pferd und Lanze zu kämpfen. Die heutige Art und Weise wie ein Stierkampf ausgeführt wird hatte seinen Ursprung in Spanien, genaugenommen in der Andalusischen Stadt Ronda. Unter König Filipe V wurde im 18. Jh. der Stierkampf am Hofe verboten. Auf dem Land kämpfte man aber weiter, vorzugsweise zu Fuß. Unter König Filipe V wurde im 18. Jh. der Stierkampf am Hofe verboten. Auf dem Land kämpfte man aber weiter, vorzugsweise zu Fuß. Die heutige Form des Stierkampfes stammt von der Familie Romero aus Ronda. Francisco Romero führte den Estoque(Stoßdegen) und die Muleta (das Rote Tuch) ein. Der berühmteste Torero der Familie war Pedro Romero, der bereits mit 15 Jahren seinen ersten Stier tötete. In seiner Laufbahn sollen es mehr als 5000 gewesen sein. Das letzt mal stand er mit fast 80 Jahren in der Arena. Einer seiner begnadensten Schüler war der exellente Torero Francisco Montes, nach den von ihn aufgestellten Regeln wird noch heute gekämpft.



Ablauf eines Stierkampfes


Der Stierkampf(corrida) läuft nach festen Regeln ab. Der Beginn ist meist 5 Uhr nachmittags, im Hochsommer 6 Uhr. In einer corrida finden sechs Stierkämpfe statt, an der in der Regel 3 matadores teilnehmen. Zu beginn ziehen die Matadore mit ihren Helfern feierlich in die Arena ein. Zu den Helfern gehören die picadores und die banderilleros. Ein Trompetensignal ist die Eröffnung des Kampfes. Der Stier stürmt aus seiner Box in die sonnenüberflutete Arena. Der erste Akt, der Salida del toro nimmt seinen Lauf. Die berittenen picadores haben ihren Auftritt. Diese versuchen den Stier mit den Lanzen in den Nacken zustoßen. Sie stoßen dem Stier Stäbe, die mit Wiederhaken versehen sind in die Nackenmuskeln, die dort stecken bleiben. Der Stier verliert nun an Kraft und Blut. Im letzten Akt, dem tercio de la muerte in dem der Matador versucht den Stier mit einem gezielten Degenstoß zutöten. Diese ist keine leicht Aufgabe da er genau eine bestimmte Stelle treffen muss.

Bevor er sich für den Todesstoß in Stellung bringt reizt er den Stier mit dem roten Tuch der muleta. Hier entscheidet sich viel für den Matador. Gelinkt es ihn den Stier mit einem gezielten Stoß zutöten ist ihm der Beifall gewiss, versagt er ist sein Ansehen befleckt. Ist das Tier getötet wird es aus der Arena geschleift und der Matador bekommt als Trophäe die Ohren des Stiers.

Stierkampf heute


Für den Nord-und Mitteleuropäer fällt es schwer die Begeisterung für das töten von Tieren zuverstehen. Auch die Tierschutzorganisationen sind verständlicherweise gegen den Stierkampf. Selbst in Spanien beginnt ein umdenken. Trotzdem finden jährlich in der Hauptsaison, im Frühjahr und Sommer, noch 30000 Tiere in den Arenen den Tod. Aber Stierkampf ist auch ein Geschäft. Es geht nicht nur darum, das der Matador eine gute Kampfgage aushandeln kann. Natürlich sind auch die Stierzüchter darauf bedach ihre Tier gut zu vermarkten. Auf jedem Plakat findet man neben den Namen des Matadors auch den Namen des Züchter, wessen Tiere in der Arena antreten. Die Honorare richten sich nach der Klasse der Matadoren und den Rang der Arena. die Kampfstiere sind meist zwischen 3 und 5 Jahre alt und wiegen bis zu 600 Kilogramm. Bevor ein Tier von Züchter für den Kampf zugelassen wird es geprüft. Die Züchter lassen nur sehr aggressive und starke Tiere zu, denn es geht ja um deren Ruf. In Spanien ist das Mindestalter für einen Stierkämpfer 16 Jahre. Die älteste Stierkampf Spaniens ist die von Ronda. Diese wurde auch schon vom Schriftsteller Ernest Hemingway besucht. Auch der spanische Künstler Pablo Picasso war von Stierkampf begeistert. Außer in Spanien finden noch in Portugal, Südfrankreich, Mexiko, Peru, Venezuela und Kolumbien Stierkämpfe statt. Stierkampf auf Mallorca: Auf Mallorca ist von Juni bis September Stierkampfsaison. In dieser Zeit finden meist sonntags um 18.00. Uhr in der Placa de Toros Stierkämpfe statt. Auch in Inca, Alcudia und Muro gibt es noch Stierkampf Arenen. Diese Stierkämpfe werden aber nur zu Festen und zur Unterhaltung von Touristen ausgerichtet.



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