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Reisebericht - Floßfahrt auf dem Klarälven in Schweden

Flossfahrt in schweden

Der Klarälven ist ein Fluss in Skandinavien, der von Schweden nach Norwegen und zurück nach Schweden fließt.Auf norwegischer Seite heißt er Trysilelva er hat seinen Ursprung im Fluss Rogen. Die Trysilelva fließt durch den Femundsee. Bei Flusskilometer 205 (von der Quelle) überquert er die Grenze zurück nach Schweden. Dort mündet er nach einer Strecke von 478 Kilometern in Karlstad in den Vänersee. Der Klarälven ist im Oberlauf ein Wildfluss, der durch einsame Wald-, Berg- und Hügellandschaften fließt. Im Unterlauf ist er ein zahmer Fluss, nur der letzte Abschnitt fließt durch dichter bebaute Gegenden. Der Klarälven war der letzte schwedische Fluss, auf dem noch Flößerei betrieben wurde. Als Erinnerung an diese Zeit gibt es zwischen den Orten Branäs und Edebäck Floßfahrten für Touristen.



Tag 1 Heute geht es in aller Frühe los. Um 09.50 Uhr geht unsere Fähre von Frederikshavn nach Göteburg in Schweden. Wir starten um 05.00. Uhr morgens in Flensburg. Der Wagen ist bis zur Oberkannte mit Vorräten, Zelt, Schlafsäcken, Klamotten und Campingausrüstung vollgepackt. Wir kommen sehr gut durch Dänemark und haben die 360 Kilometer nach Frederikshavn in knapp 3,5 Stunden geschafft. Wir haben noch etwas Zeit und machen einen kleinen Abstecher zum „Palmenstrand“. Ja genau ein Palmenstrand in Norddänemark. Das Wetter macht nicht wirklich mit, aber es ist trotzdem ein schöner Platz für eine Rast.

Um 10.00 Uhr legt die Fähre nun Richtung Schweden ab. Nach knapp 4 Stunden erreichen wir Schweden. Die ersten Eindrücke von Schweden: interessante Küstenlandschaft durch die vorgelagerten Steininseln bei Göteburg, perfekte Ausschilderung, sehr relaxtes Autofahren, das Benzin ist günstiger als in Deutschland und Wald, Seen, Wald….. Unser erstes Ziel in Schweden ist der Ort Gunnerud, nördlich von Karlsstad. Dort startet unsere 5 Tägige Floßtour auf dem Klarälven. Wir verlassen Göteburg auf der E45 Richtung Karlstad. Gegen Abend erreichen wir unser erstes Ziel. Hinter Mellerud biegen wir rechts zum Campingplatz „Vita Sandras Camping“. Dieser 4 Sterne Campingplatz liegt wunderbar, mit einem schönen Sandstrand am Vänersee, dem drittgrößten See Europas. Zelt und Grill kommen heute Abend das erste Mal zum Einsatz. Die erste Nacht in Schweden und es ist

Nachts nicht wirklich dunkel wird, so wie wir es von Deutschland her kennen. Es ist die ganze Nacht durch schummerig. Nachts setzt dann Regen ein……

Tag 2
Es regnet immer noch und wir bauen bei strömenden Regen das Zelt ab. Heute geht es weiter auf der E45 über Karlstad und dort über die 62 nach Gunnerud. Dort übernachten wir auf dem Campingplatz von Vildmark I Värmland die veranstalten und organisieren die Floßfahrt. Hier ist dann auch der Treffpunkt für die Floßfahrt. Der Regen hat nun aufgehört und die Sonne kommt durch. Hoffentlich bleibt das Wetter die nächsten Tage freundlich…
Nach dem wir uns an der Rezeption angemeldet haben, erhalten wir zwei Kisten mit einer gewissen Grundausrüstung. Am Abend bekommen wir dann noch eine Einweisung in den Floßbau, der uns am nächsten Tag erwartet. Es wird uns das Prinzip des Floßbauens erklärt und wir lernten diverse Knoten, da das Floß morgen nur mit Seilen zusammengebaut wird. Auch ist im Camp ein riesiges Floß aufgebaut. Das sieht nach viel Arbeit am nächsten Tag aus….

Neben den Informationen zum Floßbau wird uns auch erklärt, wie wir uns in verschiedenen Notsituation ( wir erhalten eine Notfall Telefonnummer ) zu verhalten haben und was wir in der Natur dürfen und was nicht. Auch über die hier lebenden Wildtiere, wie Elch, Bär, Wolf oder Bieber wird uns berichtet. Vielleicht haben wir ja Glück, und sehen unterwegs einen Elch. Diese sollen dieses Jahr aber nicht so stark vertreten sein, da es weniger Nachwuchs gab wie erhofft.

Der Campingplatz ist sehr spartanisch ausgestattet, Plumpsklo, Waschgelegenheit und Trinkwaser sind da die Highlights. Auch die Kinder sollten nun das erste Mal ein Plumpsklo benutzen. Nach einigen Anläufen gelingt diese auch erfolgreich. Am Abend wird gegrillt und es geht früh ins Bett, denn um 5 Uhr müssen wir aufstehen, Zelt abbauen, Sachen packen und für die Abfahrt alles klar machen.

Tag 4
auf zum FloßbauUm 5 Uhr morgens klingelt der Wecker, nach einem kurzen Frühstück packen wir alles zusammen und schaffen es zum Abfahrtsplatz. Dort stehen schon Busse und ein Lkw bereit. Die Kisten und alles was wir die nächsten 5 Tage brauchen wird aufgeladen. Gegen 08.00 Uhr ist alles verstaut und der Bus fährt uns zum Floßbauplatz. Dort sollen wir unser Floß bauen und dann haben wir 4 Tage Zeit, mit der Strömung den Klarälven hinunter zu reisen. Nach ca. 1 Stunde Fahrt durch eine herrliche Natur erreichen wir den Floßbauplatz. Was für Holzhaufen……

Uns wird ein Bauplatz zugeteilt. Hier sollen wir nun ein 6 x 3 Meter großes Floß ohne Hilfe von Nägeln oder ähnlichem zusammenbauen. Das Floß besteht aus drei Lagen von 3 Meter langen Holzstämmen. Fertig zusammengebaut wiegt es etwa 4 Tonnen!!!!!!!! Also fangen wir an…. Arbeitshandschuhe an und los….Stämme nach Größe vorsortieren, zurechtlegen und ins Wasser rollen. Dort werden sie dann zusammen gebunden.

Flossbauplatz
Zur Mittagszeit, wir haben etwa die Hälfte geschafft, bringt ein riesiger LKW Holznachschub. Es ist wirklich harte Arbeit und nach ca. 8 Stunden haben wir es geschafft. Das Floß ist fertig. Nun kann es beladen werden. Wir erhalten noch einige Infos zum Fluss, zur Karte und zum Verhalten in Notfällen und heiklen Situationen. Auch erhalten wir noch unsere Staken( 4 Meter lange Stangen, um das Floß wenn es die Wassertiefe zulässt zu steuern und abzustoßen)einen Rettungsring sowie 2 kleine Paddel.

Dann geht es los, mit 2 Km/h geht es den Fluss hinunter und wir sind gespannt, wie sich unser 4 Tonnen Floß steuern lässt. Mit den Staken steuern wir Richtung Flussmitte, wo die Strömung am stärksten ist. Wenn alles glatt läuft, ist nun nicht mehr viel zu tun, denn wir treiben mit der Strömung. Wenn da nicht Sandbänke, Kehrwasser, riesige Steine und Bäume die vom Ufer her in den Fluss ragen wären. Mit den letzteren haben wir weniger zu kämpfen, da der Fluss meist immer um die 100 Meter breit ist. Aber auf der Hut sollte man schon sein, wie auch wir es bald merken werden.

Wir machen es uns erstmal bequem. Die Kinder schmeißen die Angeln aus und wir gönnen uns erstmal in Ruhe einen Kaffee und genießen die Langsamkeit und die mit unendlichen Wälder bewachsene bergige Landschaft.

Selbst in den mal engen Flussbiegungen brauchen wir nicht eingreifen, der Fluss erledigt das für uns. Gegen Abend, beschließen wir einen Lagerplatz für die Nacht zu suchen. Immer wieder sehen wir schöne Anlegestellen, bloß das Anlegen ist nicht so einfach wie wir dachten. Es ist schon ein ganz schöner Kraftakt unseren 4 Tonnen Koloss mit Hilfe von Rudern und Staken aus der Strömung heraus an einen Platz zu steuern, den wir anstreben. Auch kann ich nicht einfach so mit einem Seil an Land springen und ohne die Hilfe eines kräftigen Baums das Floß halten. Ich denke ich müsste dann hinterher schwimmen. Nach einigen gescheiterten Anlegemanövern, gelingt es uns vieren doch mit gemeinsamer Anstrengung an einer sandigen Uferstelle anzulegen. Das Wasser ist flach und da wir aus der Hauptströmung heraus sind kann ich ins Wasser springen und das Floß die letzten Meter schieben. LagerplatzDer Lagerplatz ist perfekt. Langer Sandstrand, mit einem Grasgürtel und dahinter wieder dichter Wald. Aber wir wurden auch gewarnt, das wir beim Anlegen an sandigen Stellen beachten müssen, dass der Wasserstand des Flusses sich auch über Nacht ändern kann. Schieben wir das Floß zu weit auf Sand, und der Wasserstand sinkt über Nacht, dann liegt unser Floß am nächsten Morgen auf dem Trockenen und wir haben ein Problem. Also geben wir dem Floß etwas Seil und vertäuen es an einem kräftigen Baum. Nun bauen wir unser Zelt auf und schmeißen den Grill an, gegessen wird auf dem Floß.

Lagerplatz
Und unser komfortables Pappklo kommt zum Einsatz. Diese wurde auf Drängen von Marion, Chris und Julian angeschafft. Und ich muss sagen… eine tolle Erfindung. Wird es nicht genutzt, kann es platzsparend verstaut werden.

Möchte man in der Wildnis dann nicht auf einen komfortablen Toilettengang verzichten, wird ein Loch gegraben, das Pappklo darüber aufgeklappt und fertig. So nun ist es auch schon dämmerig und wir sind nach dem anstrengenden Floßbautag auch erschöpft und müde. Nach einem Drink geht es ab ins Zelt.

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