Mehrere Monate reisten wir in unserem VW Bus quer durch die USA und
Mexiko.
Die Reiseroute führte uns von den Florida Keys in die Everglades und nach
Miami. Weiter ging es durch Alabama, Mississipi, Louisiana und Texas zum
White Sand National Monument, dem Mesa Verde Nationalpark, dem Lake Powell
und zum Monument Valley Navajo Tribal Park.
Über Flagstaff, Phönix, San Diego fuhren wir auf die Baja California,
durch die Senora Wüste nach Puerto Vallerta, Guadalajara, Mexiko City und
Acapulco.
Von Acapulco ging es weiter nach Süden über Puerto Escondido, Tuxtla Gutierrez, San Cristobal de Las Casas, Palenque, Bonampak, Yaxchilan, Chichén Itzá bis nach Cancun und der Isla Mujeres.
Dort mussten wir unseren VW Bus leider verkaufen und
mit dem Flugzeug weiterreisen. Es ging mit dem Flieger von Cancun über
Miami und Madrid nach Teneriffa und Fuertevetura. Dort arbeitet wir 4
Monate bevor es zurück nach Deutschland ging.
Viel Spass beim lesen.
Das
Wasser hat fast Badewannentemperatur und wir bestaunen die Unterwasserwelt
des Riffs. Manchmal gleiten wir durch große Schwärme
von Fischen. Hinter den Korallen tauchen immer neue Riffbewohner
auf. Auch einige Barracudas kreuzen unseren Weg, von denen wir
respektvoll Abstand halten.
Leider
ist es recht windig und das Meer ist aufgewühlt, was das
Schnorcheln nicht gerade erleichtert. Über den Korallen ist
das Wasser nicht sehr tief und wir müssen aufpassen, dass
uns die Wellen nicht gegen sie drücken. Dennoch bekommen
wir viele der 40 Korallenarten und 650 Fischarten, die das Riff
beherbergt, zu sehen.
Wir befinden uns im John Pennekamp
Coral Reef State Park auf Key Largo in Florida.
Er ist der erste Unterwasser
State Park der USA und umfasst ein 34 Kilometer langes und bis
zu 6 Kilometer breites Korallenriff, welches sich etwa 9 Kilometer
vor der Küste befindet.
Unser Übernachtungsplatz
befindet sich inmitten von Palmen und Bäumen in der Nähe
eines kleinen Teichs. Pünktlich zum
Abendessen bekommen wir Besuch von Eichhörnchen und Waschbären.
In der Nacht geben die Kröten, die im Teich leben ein lautes
Quackkonzert von sich.
Am nächsten Morgen geht es weiter in die Everglades.
Von Florida City geht es auf dem Highway 27 in den Everglades National
Park bis nach Flamingo. Die Straße führt durch Kiefernwälder,
Mangrovendickicht und weite Gras- und Sumpflandschaften.
Der
Everglades National Park umfasst 5670 Quadratkilometer.
Hier
leben eine Vielzahl von Vögeln, Fischen, Reptilien, Pflanzen und
Säugetieren. Die Hauptattraktion sind die Alligatoren, auf die
man überall trifft.
In Flamingo gibt
es einen Campingplatz, ein Motel, Restaurant, Einkaufsladen eine Tankstelle
für Boote und man kann
hier Boote und Kanus für Ausflüge in den Park mieten. Es gibt
Touren für jedermann, vom kleinen leicht begehbaren Rundkurs, bis
zu Tages- oder Wochentouren tief hinein in die Wildnis. Auf allen Pfaden
bekommt man die Flora und Fauna der Everglades zu Gesicht. Nahe des Campingplatzes
befindet sich der Eco Pond Trail. Dies ist ein einfacher Rundkurs um
einen See herum. Man bekommt Alligatoren, Pelikane und Reiher zu sehen.
In manchen Bäumen sitzen manchmal an die hundert Reiher.
Auf keinen Fall
sollte man Insektenschutzmittel und Sonnenmilch vergessen. Die meisten
Moskitos gibt es in den Sommermonaten, dann ist es ratsam, trotz der
Hitze, langärmlige Hemden, lange Hosen
und feste Schuhe zu tragen. Da es im Sommer mehr regnet, sind viele Wege überschwemmt
und modrig. Bei längeren Wanderungen und Bootstouren ist es unerlässlich
sich eine gute Karte bei der Parkverwaltung zu holen. Auch sollte man
sich bei der Rangerstation abmelden und die Reiseroute sowie Reisedauer
bekannt geben. Es passiert immer wieder das Leichtsinnige in der Wildnis
verschwinden. In den Karten sind dann auch Plätze eingezeichnet
wo man campen kann.
Wir haben jetzt Mitte April und die Moskitos lassen uns in Ruhe.
Wir mieten
uns ein Kanu und wollen einen Tag die Umgebung erkunden. Es geht
den Wilderness Waterway entlang. Nach kurzer Zeit sehen wir den ersten
Alligator, der sich am Ufer sonnt und keine Anstallten macht sich
ins Wasser zu bewegen. Es ist sehr heiß und wir paddeln nahe am Ufer, im Schatten großer Mangroven.
Wir hoffen vielleicht eine der scheuen Seekühe auf unserer Tour zu sehen,
aber als erstes sehen wir einen großen Adler, der mit seiner Beute
im Schnabel nur wenige Meter vor uns entlangfliegt.
Nach etwa drei Kilometern
erreichen wir einen Anlegeplatz. Von hier ziehen wir das Kanu einige
Meter durch den Wald, zum Bear Lake Trail. Das Wasser sieht nicht gerade
einladend aus. Es ist lehmig rot und man kann keinen Zentimeter unter
die Wasseroberfläche
schauen. Die Baumkronen schließen sich über uns und wir paddeln
durch einen grünen Tunnel. Immer wieder sehen wir am Ufer exotische
Vögel.
Nach einiger Zeit biegen wir rechts in die Mündung des
Mud Lake ein. Mitten in der Fahrrinne treibt ein großer Baumstumpf,
gegen den wir stoßen. Beim Abstoßen sehen wir eine Schlange,
die sich auf dem Stumpf sonnt. Dann aber aus ihren Träumen herausgerissen
wird und sich ins Innere verkriecht. Auf dem Mud Lake ist es vorbei mit
dem geruhsamen rudern. Es ist Wind aufgekommen und wir müssen
dagegen paddeln. Am Seeufer wuchert dichter Mangrovendschungel. In den
Bäumen können
wir viele Pelikane ausmachen, die sich dort von der Jagd ausruhen. Immer
wieder steigen sie auf, um dann blitzschnell im Sturzflug auf die Wasseroberfläche
zuschießen, kurz eintauchen und mit einer Beute im Schnabel wieder
auftauchen. Für uns ist es Zeit wieder nach Flamingo zurückzukehren.
Am Abend erreichen wir wieder den Campingplatz. Eine Seekuh haben wir nicht
gesehen, aber vielleicht versuchen wir es mal im Aquarium von Miami.
Am nächsten Tag nehmen wir Kurs auf Miami. An
der Straße zum Parkausgang liegen noch einige Stopps wo man Alligatoren,
Schlangen, Schildkröten, Vögel und die Landschaft beobachten
kann. Oft führen Wege über Holzstege durch Mangrovenwälder,
Mahagonibäume und Sumpfgelände. Hier nun eine kurze Beschreibung
der Stopps, die auch beschildert sind.
Am Royal Palm Visitor Center
liegt der Anhinga Trail. Hier kann man am einfachsten viele Tiere,
die in den Everglades zuhause sind beobachten. Er führt über
Holzbrücken, die auch
für Rollstuhlfahrer geeignet sind, durch Sumpfgebiet und um einen
Teich. Hier sind viele Alligatoren, Schildkröten, Schlangen und
Vögel zu sehen.
Ebenfalls am Visitor Center
findet man den Gumbo-Limbo-Trail. Der leichtbegehbare Weg führt
durch eine Dschungellandschaft, wie man sie in Central Amerika findet.
Beim Mahogany Hammock Trail
geht es durch einen Mahagoni Wald. Hier findet man auch den größten
Mahagonibaum in den USA. Nun geht es weiter nach Miami.