Der Klarälven ist ein Fluss in Skandinavien, der von Schweden nach
Norwegen und zurück nach Schweden fließt.Auf norwegischer
Seite heißt er Trysilelva er hat seinen Ursprung im Fluss Rogen.
Die Trysilelva fließt durch den Femundsee. Bei Flusskilometer
205 (von der Quelle) überquert er die Grenze zurück nach Schweden.
Dort mündet er nach einer Strecke von 478 Kilometern in Karlstad
in den Vänersee.
Der Klarälven ist im Oberlauf ein Wildfluss, der durch einsame
Wald-, Berg- und Hügellandschaften fließt. Im Unterlauf ist
er ein zahmer Fluss, nur der letzte Abschnitt fließt durch dichter
bebaute Gegenden.
Der Klarälven war der letzte schwedische Fluss, auf dem noch Flößerei
betrieben wurde. Als Erinnerung an diese Zeit gibt es zwischen den Orten
Branäs und Edebäck Floßfahrten für Touristen.
22. Juli 2007
Heute geht es in aller Frühe los.
Um 09.50 Uhr geht unsere Fähre von Frederikshavn nach Göteburg
in Schweden.
Wir starten um 05.00. Uhr morgens in Flensburg. Der Wagen ist bis zur
Oberkannte mit Vorräten, Zelt, Schlafsäcken, Klamotten und Campingausrüstung
vollgepackt.
Wir kommen sehr gut durch Dänemark und haben die
360 Kilometer nach Frederikshavn in knapp 3,5 Stunden geschafft. Wir haben
noch etwas Zeit und machen einen kleinen Abstecher zum „Palmenstrand“.
Ja genau ein Palmenstrand in Norddänemark. Das Wetter macht nicht
wirklich mit, aber es ist trotzdem ein schöner Platz für eine
Rast.
Um 10.00 Uhr legt die Fähre nun Richtung Schweden ab. Nach knapp
4 Stunden erreichen wir Schweden.
Die ersten Eindrücke von Schweden: interessante
Küstenlandschaft durch die vorgelagerten Steininseln bei Göteburg,
perfekte Ausschilderung, sehr relaxtes Autofahren, das Benzin ist günstiger
als in Deutschland und Wald, Seen, Wald…..
Unser erstes Ziel in Schweden ist der Ort Gunnerud,
nördlich von Karlsstad.
Dort startet unsere 5 Tägige Floßtour auf dem Klarälven.
Wir verlassen Göteburg auf der E45 Richtung Karlstad.
Gegen Abend erreichen wir unser erstes Ziel. Hinter Mellerud biegen wir
rechts zum Campingplatz „Vita Sandras Camping“. Dieser 4 Sterne
Campingplatz liegt wunderbar, mit einem schönen Sandstrand am Vänersee,
dem drittgrößten See Europas. Zelt und Grill kommen heute Abend
das erste Mal zum Einsatz.
Die erste Nacht in Schweden und es ist Nachts nicht wirklich dunkel wird,
so wie wir es von Deutschland her kennen. Es ist die ganze Nacht durch
schummerig.
Nachts setzt dann Regen ein……
23. Juli 2007
Es regnet immer noch und wir bauen bei strömenden Regen das Zelt
ab. Heute geht es weiter auf der E45 über Karlstad und dort über
die 62 nach Gunnerud. Dort übernachten wir auf dem Campingplatz von
Vildmark I Värmland die veranstalten und organisieren die Floßfahrt.
Hier ist dann auch der Treffpunkt für die Floßfahrt.
Der Regen hat nun aufgehört und die Sonne kommt durch. Hoffentlich
bleibt das Wetter die nächsten Tage freundlich…
Nach dem wir uns an der Rezeption angemeldet haben,
erhalten wir zwei Kisten mit einer gewissen Grundausrüstung. Am Abend
bekommen wir dann noch eine Einweisung in den Floßbau, der uns am
nächsten Tag erwartet. Es wird uns das Prinzip des Floßbauens
erklärt und wir lernten diverse Knoten, da das Floß morgen
nur mit Seilen zusammengebaut wird. Auch ist im Camp ein riesiges Floß
aufgebaut. Das sieht nach viel Arbeit am nächsten Tag aus….
Neben den Informationen zum Floßbau wird uns auch erklärt,
wie wir uns in verschiedenen Notsituation ( wir erhalten eine Notfall
Telefonnummer ) zu verhalten haben und was wir in der Natur dürfen
und was nicht. Auch über die hier lebenden Wildtiere, wie Elch, Bär,
Wolf oder Bieber wird uns berichtet. Vielleicht haben wir ja Glück,
und sehen unterwegs einen Elch. Diese sollen dieses Jahr aber nicht so
stark vertreten sein, da es weniger Nachwuchs gab wie erhofft.
Der Campingplatz ist sehr spartanisch ausgestattet, Plumpsklo, Waschgelegenheit
und Trinkwaser sind da die Highlights. Auch die Kinder sollten nun das
erste Mal ein Plumpsklo benutzen. Nach einigen Anläufen gelingt diese
auch erfolgreich. Am Abend wird gegrillt und es geht früh ins Bett,
denn um 5 Uhr müssen wir aufstehen, Zelt abbauen, Sachen packen und
für die Abfahrt alles klar machen.
24. Juli 2007
Um 5 Uhr morgens
klingelt der Wecker, nach einem kurzen Frühstück packen wir
alles zusammen und schaffen es zum Abfahrtsplatz. Dort stehen schon Busse
und ein Lkw bereit. Die Kisten und alles was wir die nächsten 5 Tage
brauchen wird aufgeladen. Gegen 08.00 Uhr ist alles verstaut und der Bus
fährt uns zum Floßbauplatz. Dort sollen wir unser Floß
bauen und dann haben wir 4 Tage Zeit, mit der Strömung den Klarälven
hinunter zu reisen. Nach ca. 1 Stunde Fahrt durch eine herrliche Natur
erreichen wir den Floßbauplatz. Was für Holzhaufen……
Uns wird ein Bauplatz zugeteilt. Hier sollen wir nun
ein 6 x 3 Meter großes Floß ohne Hilfe von Nägeln oder
ähnlichem zusammenbauen. Das Floß besteht aus drei Lagen von
3 Meter langen Holzstämmen.
Fertig zusammengebaut wiegt es etwa 4 Tonnen!!!!!!!!
Also fangen wir an….
Arbeitshandschuhe an und los….Stämme nach Größe
vorsortieren, zurechtlegen und ins Wasser rollen. Dort werden sie dann
zusammen gebunden.
Zur Mittagszeit, wir haben etwa die Hälfte geschafft,
bringt ein riesiger LKW Holznachschub. Es ist wirklich harte Arbeit und
nach ca. 8 Stunden haben wir es geschafft. Das Floß ist fertig.
Nun kann es beladen werden. Wir erhalten noch einige Infos zum Fluss,
zur Karte und zum Verhalten in Notfällen und heiklen Situationen.
Auch erhalten wir noch unsere Staken( 4 Meter lange Stangen, um das Floß
wenn es die Wassertiefe zulässt zu steuern und abzustoßen)einen
Rettungsring sowie 2 kleine Paddel.
Dann geht es los, mit
2 Km/h geht es den Fluss hinunter und wir sind gespannt, wie sich
unser 4 Tonnen Floß steuern lässt. Mit den Staken steuern
wir Richtung Flussmitte, wo die Strömung am stärksten ist.
Wenn alles glatt läuft, ist nun nicht mehr viel zu tun, denn
wir treiben mit der Strömung. Wenn da nicht Sandbänke, Kehrwasser,
riesige Steine und Bäume die vom Ufer her in den Fluss ragen
wären. Mit den letzteren haben wir weniger zu kämpfen, da
der Fluss meist immer um die 100 Meter breit ist. Aber auf der Hut
sollte man schon sein, wie auch wir es bald merken werden.
Wir machen es uns erstmal bequem. Die Kinder schmeißen die Angeln
aus und wir gönnen uns erstmal in Ruhe einen Kaffee und genießen
die Langsamkeit und die mit unendlichen Wälder bewachsene bergige Landschaft.
Selbst in den mal engen Flussbiegungen brauchen wir nicht eingreifen, der
Fluss erledigt das für uns. Gegen Abend, beschließen wir einen
Lagerplatz für die Nacht zu suchen. Immer wieder sehen wir schöne
Anlegestellen, bloß das Anlegen ist nicht so einfach wie wir dachten.
Es ist schon ein ganz schöner Kraftakt unseren 4 Tonnen Koloss mit
Hilfe von Rudern und Staken aus der Strömung heraus an einen Platz
zu steuern, den wir anstreben. Auch kann ich nicht einfach so mit einem
Seil an Land springen und ohne die Hilfe eines kräftigen Baums das
Floß halten. Ich denke ich müsste dann hinterher schwimmen. Nach
einigen gescheiterten Anlegemanövern, gelingt es uns vieren doch mit
gemeinsamer Anstrengung an einer sandigen Uferstelle anzulegen. Das Wasser
ist flach und da wir aus der Hauptströmung heraus sind kann ich ins
Wasser springen und das Floß die letzten Meter schieben.
Der Lagerplatz ist perfekt. Langer Sandstrand,
mit einem Grasgürtel und dahinter wieder dichter Wald. Aber wir wurden
auch gewarnt, das wir beim Anlegen an sandigen Stellen beachten müssen,
dass der Wasserstand des Flusses sich auch über Nacht ändern
kann. Schieben wir das Floß zu weit auf Sand, und der Wasserstand
sinkt über Nacht, dann liegt unser Floß am nächsten Morgen
auf dem Trockenen und wir haben ein Problem. Also geben wir dem Floß
etwas Seil und vertäuen es an einem kräftigen Baum. Nun bauen
wir unser Zelt auf und schmeißen den Grill an, gegessen wird auf
dem Floß.
Und unser komfortables Pappklo kommt zum Einsatz.
Diese wurde auf Drängen von Marion, Chris und Julian angeschafft.
Und ich muss sagen… eine tolle Erfindung. Wird es nicht genutzt,
kann es platzsparend verstaut werden.
Möchte man in der Wildnis dann nicht auf einen komfortablen Toilettengang
verzichten, wird ein Loch gegraben, das Pappklo darüber aufgeklappt
und fertig.
So nun ist es auch schon dämmerig und wir sind nach dem anstrengenden
Floßbautag auch erschöpft und müde. Nach einem Drink geht
es ab ins Zelt.
25. Juli 2007
Ich bin schon früh wach
und kontrolliere als erstes ob unser Floß noch da ist und nicht
zu sehr auf Grund liegt. Aber es ist alles ok. Also koche ich erstmal
Kaffee und genieße die Stille. Nach und nach kommen auch Marion
und die Kinder aus dem Zelt. Geschlafen haben wir alle gut. Nun bereiten
wir auf dem Floß das Frühstück vor, danach geht es
zum waschen in den kühlen Fluss. So gegen 10 .00 Uhr sind wir
abfahrbereit und ein neuer Tag auf dem Fluss beginnt.
Bis auf einen kurzen Schauer haben
wir super Wetter und die Floßfahrt macht richtig Spaß.
Gegen Mittag passen wir nicht auf und werden hinter einer Biegung
aus der Strömung heraus in Kehrwasser getrieben. Nun geht gar
nichts mehr, wir treiben auf der Stelle. Zum staken ist es zu tief,
also greifen wir zu den Paddeln. Aber 4 Tonnen mit kleinen Paddeln
zu bewegen ist nicht einfach und es ist doch ein gewisser Kraftakt
notwendig, bis wir wieder in der Hauptströmung sind. Nun geht
es geruhsam weiter. Chris hat sich ins Zelt verkrochen und liest Harry
Potter.