Roadtrip Mallorca – Die MA10 von Soller zum Cap Formentor

Teil2 – Auf der MA10 von Soller zum Cap Formentor

Unser Roadtrip Mallorca: Die kurvenreiche Panoramastraße MA 10 schlängelt sich von Andratx im Südwesten von Mallorca ca. 135 Kilometer durch die Bergwelt der Serra de Tramuntana bis zum nördlichsten Punkt von Mallorca, dem Cap Formentor.

Für den Roadtrip Mallorca beträgt die reine Fahrzeit, wenn wenig Verkehr ist und man keine großen Zwischenstopps macht,  ca. 3 bis 4 Stunden. Aber dazu ist dieser schöne Roadtrip natürlich viel zu schade. Wer die Sache entspannt angehen möchte und auch einige Sehenswürdigkeiten und die Natur abseits der MA10 entdecken möchte, sollte gerne so 2-3 Tage einplanen.

Kirche in soller auf Mallorca

Der 2. Teil unseres Roadtrip Mallorca auf der MA-10 startet in Soller und führt uns bis zum Leuchtturm am Cap de Formentor. Die Route fürt über das schöne Bergdorf Fornalutx, vorbei an den beiden Stauseen Mallorcas.  Wir bezwingen die 14 Kilometer lange Serpentinenstraße nach Sa Calobra und besuchen den Torrent de Pareis. Von hier gejt es zum weiter zum Kloster Lluc und weiter durch das nördliche Tramuntana Gebirge über Pollenca und Port de Pollenca, bis ans Ende der Halbinsel Cap Formentor. Hier endet die Route mit einem herrlichen Ausblick aufs Meer. Wer alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe besichtigen möchte sollte für diesen Abschnit des  Roadtrips zwei Tage einplanen. Als Übernachtungsort bietet sich Pollenca oder Port de Pollenc an.

Der Roadtrip Mallorca startet in Soller

Man verläßt Sóller auf der MA 10 Richtung Norden. Die Straße windet sich in vielen Kehren die Berge hinauf. Man hat jetzt immerwieder schöne Ausblicke auf das im ‚goldenen Tal‘ liegende Sóller. Nach ca 5,5 km führt rechts die Straße zum hübschen Bergdorf Fornalutx. Das schöne denkmalgeschützte Bergdorf mit seinen steilen Gassen und den Natursteinhäusern wurde schon zweimal zum schönsten Dorf Spaniens gewählt. Man sollte das Auto außerhalb des Ortes parken und das Dorf zu Fuß erkunden. Ist man früh dran, kann man auch im Ort parken. Dort stehen gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Sehenswert ist auch die aus dem 16. Jh. stammende Pfarrkirche Navidad de Nostra Senyora mit einer Sonnenuhr und Marienfigur über dem Portal. Von Fornalutx führt auch ein alter Wanderweg zum Kloster Lluc. Im Ort selber gibt es wenige kleine Hotels und einige Restaurants und Cafes.

Nach weiteren 3 km auf der MA 10 liegt links ein großer Parkplatz an der Straße. Dieser gehört zum Mirador de Ses Barques, mit einem tollen Blick bis nach Port de Sóller.

Aussicht Port soller

Die Straße führt weiter bergauf und die grandiose Bergwelt Mallorcas öffnet sich. Nun rückt auch der Puig Major, der mit 1443 Metern der höchste Berg der Insel, ins Blickfeld. Bald erreicht man nun den Stausee Embalse de Cuber. Nach weiteren 5 km vorbei an Olivenbäumen und alten Steineichen taucht rechts der zweite Stausee der Insel, der Gorg Blau auf. Von hier hat man einen schönen Blick auf den östlich gelegenen Puig de Massanella(1348Meter). Am Ende des Stausees befindet sich ein Parkplatz etwas oberhalb des Sees. Nach einer kurzen Tunneldurchfahrt kommt man zum Abzweig der kurvereichen, 14 km langen Straße nach Sa Calobra mit der gleichnamigen Badebucht

sa calobra

Die Fahrt nach Sa Calobra

Beim Abzweig nach Sa Calobra muß nun die 14 km lange schweißtreibende, atemberaubende Serpentinenstrecke gemeistert werden. Im Ort Sa Calobra parkt man den Wagen und geht die letzten Meter zu Fuß. Hier gibt es verschieden Restaurants, wo man sich stärken kann. Man kann auch mit dem Boot von Port de Soller fahren. Diese Tour gibt es auch in einer kombinierten Bus/Schiffstour ab Port de Soller. Wer noch die Cala Tuent besuchen möchte, findet ca. 2 km vor Sa Calobra ein Schild zur ca. 5 Kilometer entfernten Bucht. Auch für Sa Calobra gilt, man sollte früh da sein.

Die kleine Kiesbucht liegt von steilansteigenden Felsen begrenzt, am Eingang zur Schlucht Torrent de Pareis. Die Bucht ist beliebter Ankerplatz von Segeljachten. Das Wasser ist traumhaft klar und ideal zum Schnorcheln und Schwimmen. Am Strand gibt es keinerlei Service. Man sollte schon sehr früh am Strand sein, um ihn zu genießen. Ab ca 10.00 Uhr kommen die ersten Reisebusse und entladen haufenweise Touristen und die Bucht ist völlig überlaufen. Erst ab 16.00. Uhr wird es wieder ruhig.

Sa Calobra auf Mallorca

Zurück auf der MA 10 kommt man vorbei am Ausflugslokal ‚Escorca‘ von dessen Parkplatz man in die Schlucht Torrent de Pareis absteigen kann. Nach 8 km kommt man zum Kloster Lluc.

Das Kloster Lluc liegt reizvoll in einem Talkessel eingebettet im Tramuntana Gebirge. Das in 500 Metern Höhe gelegene Kloster ist der bedeutenste Wallfahrtsort Mallorcas. Die größte Wallfahrt findet am August-Sonntag statt, wenn bis zu 45000 Menschen von Palma nach Lluc pilgern. In dem kleinen Klosterhotel kann man in einfachen Zimmern übernachten. Auch gibt es Appartements zumieten und einen kleinen Zeltplatz.

Zwei km bevor man aber zum Abzweig zum Kloster Lluc kommt, liegt auf der linken Seite das Restaurant Es Guix. Hier kann man nach oder vor dem Essen ein Bad in einem Naturpool nehmen, der von frischem Quellwasser gespeist wird. Von hier sind es nun noch 20 km nach Pollenca, durch eine herrliche Felsenlandschaft und durch das Vall de Son March.

Die fast 17300 Einwohner zählende Kleinstadt Pollenca liegt im Norden Mallorcas, an den Ausläufern der Sierra del Norte. Es gibt eine enge und verwinkelte Altstadt, die ihren ursprünglichen Charme behalten hat. Den Wagen sollte man am Stadtrand parken, bevor man sich im Wirrwar der engen Innenstadt mit dem Auto verliert. Im Norden Pollencas befindet sich der 170 m hohe Kalvarienberg. Der Aufstieg über die 365 Stufen wird mit einem herrlichen Blick auf Pollenca und die umliegende Bergwelt belohnt. Auf dem Berg befindet sich eine Barockkapelle aus den Jahre 1795, mit einem steinernen Kreuz aus dem 13. Jh.

Von Pollenca aus geht es auf der Ma-2200 nach Port de Pollenca. Etwa 2 km hinter Pollenca biegt links eine Straße zur Feriensiedlung Cala de Sant Vincenc ab. Nach weiteren 5 Kilometern erreicht man den Hafen von Pollenca, Port de Pollenca.

Der letzte Teil vom Roadtrip Mallorca – Das Cap Formentor

Hier beginnt auch der letzte Teil der Route. Es geht nun auf der MA 2210 über die Halbinsel Formentor. Man verläßt Port de Pollenca in nördlicher Richtung. Die eindrucksvolle Steilküste des Cap Formentor mit dem höchsten Punkt Fumart 384 Meter über dem Meeresspiegel, und die dazugehörigen Buchten wie Cala Fiquera, Cala Murta und Cala Pi de la Posada liegen am nördlichsten Punkt der Baleareninsel Mallorca. Es führt eine 14 Kilometer lange Straße, von Ortsende von Port de Pollença bis zum Leuchtturm am Ende vom Cap de Formentor.

Bei km 5 befindet sich der Mirador de Mal Pas(auch Maridor Es Colomer) mit einer groß angelegten Aussichtsterrasse. Hier hat man aus 200 Metern Höhe eine Aussicht auf eine bizarre Steilküste. Das ist einer der schönsten und bekanntesten Fotopoints am Cap Formentor.

Bitte beachten:

Falls sie im Sommer unterwegs sind: Normalerweise ist in der Hochsaison (Juni bis Ende September) die Straße zum Cap Formentor für den privaten Autoverkehr von 10 bis 19 Uhr gesperrt und man muss den Bus von Port de Pollenca nehmen.

Bei diesem Ausichtspunkt(von Port de Pollenca kommen, recht beim Parklplatz) zweigt eine kurvenreiche Straße zum Atalaya de Albercutx ab. Dort steht ein alter Wachturm, von wo aus der Blick über die gesamte Halbinsel schweift.

an der playa formentor

Es geht nun weiter zum schönen Strand Platja Formentor. Hier stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Direkt hinter dem Strand befindet sich ein Luxushotel. Das alte Luxushotel wurde in den letzten Jahren abgreissen und durch ein neues ersetzt. Das jetztige Hotel soll das teuerste Luxushotel in ganz Spanien werden. Nach einen Pause am Strand geht esn nun auf der kurvigen Straße wieder bergauf Richtung dem Leuchtturm Far de Formentor.

Bei km 14 durchquert man den Tunnel des Fumat. Kurz vor dem Tunnel kann man auf der linken Seite den Wagen parken und zur schönen Cala Figuera hinabsteigen, oder auch eine Wanderung zur einsamen Cala Murta unternehmen (ca. 2 km).

Ist man durch den Tunnel gefahren, bietet sich links noch mal ein schöner Blick auf die Cala Figuera.

Aussicht auf Formentor

Hier geht zurück um ersten Teil unseres „Roadtrip Mallorca“ von Andratx zum Cap Formentor.